Rose #24/2022


Ich erwartete Oktober 2022 mein 3. Kind. Nachdem mein 2. Kind schon in dieser Klinik zur Welt kam und ich während dieser Geburt schon unnötige Schmerzen erleiden musste (die nicht notwendig waren) hatte ich mich für eine Hausgeburt entschieden.
Leider musste die Hausgeburt wegen leicht erhöhter Blutungen abgebrochen werden.
Ich wurde unter starken Wehen in das Krankenhaus verlegt. Meine Hebamme fuhr mit mir im RTW und mein Mann hinterher.
Dort angekommen wurde alles was meine Hebamme zu sagen hatte ignoriert und es wurde einfach gehandelt. Es wurde sehr grob mit mir umgegangen. Der erste Satz von dem Belegsarzt an mich gerichtet war "Das Kind ist grad noch so nicht tot". Ich wusste, dass das nicht stimmte, da die Herztöne immer in Ordnung waren und die Geburt gut voran geschritten war. Ich vertraute meiner Hebamme voll und ganz. Es ging immer nur um die leicht erhöhte Blutung von mir.
Meine Hebamme blieb an meiner Seite und half mir mich abzulenken und mich auf die Geburt zu konzentrieren. Ich bekam einige Medikamente einfach als Tropf angehängt, alles ohne Absprache. Alles geschah so schnell und ich wusste gar nicht, was davon jetzt wirklich notwendig war und was nicht.
Von der vorherigen Entbindung wusste ich, dass die Belegshebamme nicht ständig mit ihren Fingern in mir rumstochern musste, also bat ich sie, das zu unterlassen, da es sehr schmerzhaft war. Leider versuchte sie mir irgendwie zu erklären, warum sie das macht und machte einfach weiter.
Während der ganzen Situation wurde mein Mann einfach im Gang sitzen gelassen und er hörte mich nur vor Schmerzen schreien und wusste von einer Blutung. Niemand redete mit ihm. Er kam irgendwann einfach in den Kreißsaal, sonst hätte er auch noch die Geburt verpasst.
Endlich ließen der Arzt und die Belegshebamme die Finger von mir und in 2 Presswehen nahm diese Geburt endlich ein Ende.
Das Baby wurde mir auf die Brust geworfen und stark abgerubbelt.
Natürlich war mit dem Baby alles in Ordnung.
Die Blutung kam von einem Bluterguss an der Plazenta.
Sie wurde untersucht und war vollständig.
Meine Hebamme ging und mein Mann und ich genossen die Ruhe vor dem Sturm.
Ich gab mein Kind an meinen Mann und der Arzt nähte einen kleinen Scheidenriss zu. (Erste Verletzung nach 3 Geburten)
Ich blutete immer noch etwas nach und der Arzt kam rein um danach zu sehen. Seine Worte waren "ich sehe nach, ob es am Muttermund liegt, ansonsten muss es ja von weiter oben kommen." Die Untersuchung war sehr schmerzhaft und plötzlich fing er an, mich auszuschaben. Ohne Vorwarnung kratzte er drauf los. Ohne Narkose. Die Schmerzen waren so schlimm, dass ich nur schreien konnte. Die Belegshebamme, die dabei war, sagte nur, ich solle die Schmerzen veratmen, wie bei den Wehen.
Mein Mann und mein Kind mussten es mitansehen und hören.
Als er endlich fertig war, fragte ich ihn, ob das eine Ausschabung war. Er sagte "ja" und ging.
Es fühlte sich an, wie eine Bestrafung. Eigentlich wollte ich so schnell wie möglich das Krankenhaus verlassen. Leider ging es mir nach der Ausschabung immer schlechter. Ich übergab mich 2x und konnte mich kaum bewegen.
Ich musste zwangsweise eine Nacht in dieser Klinik verbringen.
Auch die Nachuntersuchung bei diesem Arzt war nur schmerzhaft.
Ich schrieb eine Beschwerde an das Krankenhaus und den Arzt, daraufhin kam ein Statement vom Arzt. In diesem Schreiben erklärte er sein Handeln aber beschrieb auch, dass es keine Ausschabung war und das das notwendig war.
In meiner Akte steht, dass es eine Ausschabung war und das ich während der gesamten Geburt ca 500ml Blut verloren hätte. (Obere Norm)
Es war also alles nicht notwendig.

 
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